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C a p o r a l e s Caporales entstand
Anfang der 1970er-Jahre in La Paz (Bolivien) und hat seitdem als
Folkloretanz eine erstaunliche Entwicklung angetreten. Rasant
entwickelte sich Caporales zu einem der populärsten Tänze in
Bolivien und Peru. Durch Migration hat der Tanz auch in den USA und
Europa viele Anhänger gefunden. Hintergrund und Geschichte: Um die Bodenschätze weiter auszuplündern, holten die Spanier während der Kolonialzeit auch Sklaven aus Westafrika in das Andenhochland. Die Sklaven wurden aber schon bald in die subtropischen Yungas (geringere Höhe) umgesiedelt, da Ihnen das Hochlandklima schwer zusetzte.
Aus der Kultur der farbigen Bevölkerung Boliviens in den Yungas entstand dann der afrobolivianische Tanz ,Saya’. Hieraus entwickelte
sich Caporales (früher Saya-Caporal). Der Tanz porträtiert den
schwarzen Vorarbeiter, der seine Untergebenen mit der Peitsche
schikanierte. Allerdings wurde der Tanz von jungen Pacenós (aus La
Paz) initiiert, die schlichtweg einen modernen, neuen Tanz
hervorbringen wollten.
Charakteristisch ist der dynamisch-wuchtige Tanzstil der Tänzer, während die Frauen den koketten Tanzstil pflegen. Die Kostüme überzeichnen den Vorarbeiter als mächtig und muskulös. Die Akustik der Schellen an den Stiefeln symbolisieren dabei die Fußketten der Sklaven. Die Kostüme der Frauen sind entsprechend elegant, um den Caporal zu gefallen.
Anmerkung: Umgangssprachlich wird Caporales häufig auch als 'Saya' oder 'Saya-Caporal' tituliert. Saya ist jedoch ein eigenständiger Tanz der farbigen Bevölkerung Boliviens, die erst in den 1980er-Jahren anfing, z.B. am Umzug 'Gran Poder' in La Paz teilzunehmen. Aus Rücksichtnahme und um Verwechslungen zu vermeiden, verzichtete man auf 'Saya' und griff auf den fiktiven Protagonisten ('Caporal') als Namensbezeichnung zurück.
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217.02.2011 / Copyright © Llamas del Norte, Hamburg - E-Mail: info@llamasdelnorte.de