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M o r e n a d a Bei der Morenada handelt es sich um einen der traditionellsten Folkloretänze Boliviens. Die Einflüsse erstrecken sich von einer satirischen als auch ausbeuterischen Darstellung der Sklaven sowie der nicht enden wollenden Gier nach Reichtum durch die Konquistadoren. Die Morenada beinhaltet unterschiedliche Charakteren:
Der Moreno
Als Sklave, Sklaventreiber oder manchmal aber auch als geldgieriger Konquistador dargestellt; von Erschöpfung und Höhenkrankheit gezeichnet. Mit seiner Ratsche werden die aneinander geketteten Sklaven assoziiert. Die Chola Darstellung der Frauen der Mittel- und Oberschicht. Früher und Heute ist die Teilnahme am Tanz sowie das Besitzen einer Chola-Tracht ein Statussymbol der mestizischen Bevölkerungsschicht. Die Frauenfigur China Morena bzw. Figura (seit den 1960er-Jahren) Minirock und hohe Stiefel popularisierten die Morenada auch bei der weiblichen jungen und städtischen Bevölkerungsschicht und machten den Tanz vielseitiger.
Der Tanz selbst entstand in Dörfern der Region von La Paz. 1913 entstand eine erste Tanzvereinigung. Als geschichtliche Wurzeln des Tanzes Morenada wird die Umsiedlung der schwarzen Sklaven vom Hochland rund um Potosi und Oruro in die subtropischen Yungas oft herangeführt. Die Morenada ist beim Umzug ‚Gran Poder’ in La Paz stark vertreten, wird aber auch bei allen anderen Festivitäten Boliviens sowie auch im Süden von Peru (nördliche Titicaca-Region) getanzt.
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217.02.2011 / Copyright © Llamas del Norte, Hamburg - E-Mail: info@llamasdelnorte.de